Die Bemessung des Risikos wird bei einer Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeit vom Versicherer vorgenommen. Das setzt die richtige Beantwortung der Fragen durch den Versicherten voraus. Der Versicherungsfall ist abhängig von den vertraglich vereinbarten Klauseln. Verschweigt der Versicherte ein Risiko, kann die Versicherung die Auszahlung der Versicherungssumme verweigern. In diesem Fall verfallen die Beiträge. Bei einer besonders hohen Versicherungssumme oder einem entsprechenden Eintrittsalter verlangt die Versicherung ein ärztliches Gutachten.

Bei einem Vergleich der verschiedenen Versicherungen gehen Programme meist davon aus, dass eine ärztliche Untersuchung notwendig ist, wobei den meisten Versicherten klar sein sollte, welches gesundheitliche Risiko sie absichern wollen, da eine entsprechende Risikolebensversicherung Sinn ergibt, wenn das Risiko tatsächlich besteht. Risiko und Eintrittsalter sollten also schon im Interesse des Versicherten genau ermittelt werden. Wenn sich ein Risiko als nicht mehr zutreffend erweist, kann die Versicherung auch wieder gekündigt werden. In der Regel beträgt die Kündigungsfrist einen Monat zum Ende des Versicherungsjahrs.

Wird statt laufender Beiträge eine Ratenzahlung vereinbart, ist die Kündigung auch innerhalb des Versicherungsjahrs möglich. Auch eine nachträgliche Erhöhung der Versicherungssumme ist eine Frage, die sich dem Versicherten stellen kann. Nur wenige Versicherer bewilligen dies, wenn sich die Lebensumstände verändert haben. Anlässlich eines neuen Ereignisses, wie der Geburt eines Sohnes, kann der Versicherte eine erneute ärztliche Untersuchung verlangen. Die meisten Versicherungen bieten in einem solchen Fall dem Versicherten eine zweite Risikolebensversicherung an. Auch hier müssen alle Fragen genau beantwortet werden und ein ärztliches Gutachten ist abhängig von der Versicherungssumme notwendig.

Die günstigeren Beiträge

Der Grund für die günstigeren Beiträge einer Risikolebensversicherung liegt darin, dass sie nur das Risiko versichert. Will sich der Versicherer zusätzlich noch gegen eine Berufsunfähigkeit absichern bietet sich eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung an. Eine reine Risikolebensversicherung enthält nur Kostenanteile zur Absicherung des Risikos und die damit verbundenen Verwaltungskosten. Da die Beitragsanteile am Ende der Laufzeit verbraucht sind, werden nach Ablauf der Versicherungsdauer auch keine Beiträge zurückerstattet werden. Allerdings können bei der Berechnung der Risikolebensversicherung sowohl Brutto- als auch Nettobeträge ermittelt werden. Durch einen Bruttobetrag wird die Überschreitung des Versicherungsrisikos berechnet, der Nettobeitrag entspricht einem niedrigeren Risiko.

In einigen Fällen kann so eine vorteilhaftere Vereinbarung getroffen werden. Die Überschüsse aus den Risikoanteilen führen entweder zu einem besseren Tarif oder der Versicherer vergütet die Überschüsse. Aus der Berechnung der Überschüsse ergibt sich auch der Nettobetrag. Eine weitere Möglichkeit der Ergänzung einer Risikolebensversicherung besteht in einer Unfall-Zusatzversicherung. Wenn der Versicherte durch einen Unfall stirbt, dann springt die Versicherung ein. Da aber eine gute Risikolebensversicherung diese Form des Ablebens miteinschließt, ist diese Zusatzversicherung in den meisten Fällen überflüssig.

Eine weitere Möglichkeit der Ergänzung einer Risikolebensversicherung bietet ist eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung. Die meisten Versicherungen bieten diese Form der Versicherung ihren Kunden an. Diese Zusatzversicherung übernimmt dann im Falle einer Berufsunfähigkeit die anfallenden Beiträge für die Risikolebensversicherung und bezahlt dem Versicherten eine monatliche BU-Rente. Auf alle Fälle sollten hier die Beiträge der Risikolebensversicherung und der BUZ einzeln geprüft werden, damit der Versicherte den günstigsten Schutz erhält. In diesem Fall müssen auch die Versicherungsdauern miteinander abgeglichen werden.