Der Tod kann einen überall und plötzlich ereilen. Hat man Familie, sollte man eine Risikolebensversicherung abschließen. Stirbt der Versicherte, wird den Angehörigen eine vorher vereinbare Versicherungssumme ausgeschüttet. Das wichtigste Kriterium bei der Wahl einer Risikolebensversicherung ist der Preis, dieser kann je nach Anbieter und Versicherungspolice stark variieren.

Unverzichtbar für Angehörige

Sterben Eltern durch Unfälle oder Krankheit, fällt ein großer Teil des Einkommens weg. Ohne Vorsorge könnte dies die Kinder in finanzielle Schwierigkeiten bringen, denn die gesetzliche Halb- bzw. Vollwaisenrente beträgt meist nur wenige hundert Euro. Bemessen wird diese nach dem Einkommen des verstorbenen Elternteils. Unverzichtbar ist die Versicherung, wenn die Hinterbliebenen gar nicht erst Anspruch auf Rente haben, dies ist zum Beispiel bei unverheirateten Partnern der Fall.

Eine Risikolebensversicherung ist kein Sparvertrag, die Versicherungssumme wird nicht in Form einer monatlichen Rente ausgezahlt sondern als Einmalzahlung im Todesfall des Versicherten. Den Angehören wird somit sofort geholfen und das Geld kann unter anderem dafür eingesetzt werden, die Beerdigungskosten zu stemmen. Gerade als Alleinverdiener in einer jungen Familie sollte man nicht auf eine Risikolebensversicherung verzichten, da die anderen Familienmitglieder auf das Einkommen angewiesen sind.

Unterschiede bei Beiträgen

Die Höhe des Versicherungsbeitrags resultiert aus diversen Faktoren. Vor allem die Gesundheit des Versicherten spielt eine große Rolle. Raucher zahlen generell mehr, da diese eher durch schwere Erkrankungen heimgesucht werden und ein höheres Sterberisiko haben. Auch das Alter der zu versichernden Person spielt eine große Rolle, so zahlen Zwanzigjährige um einiges weniger als Fünfzigjährige. Für die Beitragshöhe ist auch wichtig, ob der Versicherungsnehmer gefährliche Hobbys wie Bergsteigen ausübt, oder einem gefährlichen Beruf nachgeht. Frauen zahlen generell weniger Beiträge als Männer, da sie statistisch gesehen weniger von einem frühen Tod heimgesucht werden. Die Preisunterschiede können bei den Versicherungsbeiträgen aufgrund der angewendeten Kriterien extrem sein.

Gesundheitscheck notwendig

Bei Risikolebensversicherungen geht es zum Teil um große Beträge, die im Todesfall ausgeschüttet werden. Daher ist es wenig verwunderlich, dass Versicherer das Risiko möglichst gering halten möchten. Die Gesundheit der zu versichernden Person wird auf das Genaueste geprüft. Eine ärztliche Untersuchung ist beim Abschluss einer Risikolebensversicherung also Pflicht. Sollte erhöhter Blutdruck, Übergewicht oder eine schwerwiegende Krankheit festgestellt werden, wird der Beitrag in Form eines Risikozuschlags hochgesetzt. Als Versicherungsnehmer sollte man versuchen den Risikozuschlag wieder loszuwerden, wenn man fitter oder wieder bei voller Gesundheit ist. Ist der Versicherer kundenorientiert, wird er nach Vorlage eines ärztlichen Attests die Beitragshöhe reduzieren.

Höhe der Versicherungssumme

Die Versicherungssumme ist bei Risikolebensversicherungen frei wählbar. Dabei sollte man vor allem bedenken, wie lange die Angehörigen mit dem Geld auskommen müssen. Ist der Versicherte in der Familie Alleinverdiener, sollte die Versicherungssumme sehr hoch gesetzt werden. Eine angemessene Summe liegt bei ungefähr dem vier- bis fünffachen des jährlichen Einkommens des Versicherten. Die Beitragshöhe fällt bei höheren Versicherungssummen entsprechend größer aus. Der große Vorteil an Risikolebensversicherungen ist, dass man für verhältnismäßig geringe Beiträge einen effektiven Schutz für seine Familie bekommt. Einen noch effektiveren Schutz bekommt man, wenn die Risikolebensversicherung zusammen mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen wird. Familien, die besonders abhängig vom Einkommen des Familienoberhaupts sind, können so auch ohne das Einkommen finanziell zurechtkommen.

Im Todesfall des Versicherten müssen sich die Angehörigen nicht mit unnötiger Bürokratie auseinandersetzen. Gängige Praxis bei Versicherern ist es, dass den Angehörigen zunächst ein Abschlag ausgezahlt wird. Nach Vorlage des Sterbescheins bzw. der Sterbeurkunde wird der restliche Betrag überwiesen. Die Kündigung einer Risikolebensversicherung ist in der Regel möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Eine davon ist die Mindestvertragslaufzeit. Diese beträgt bei den meisten Verträgen ein Jahr. Bevor man diesen Schritt unternimmt, sollte man genau prüfen ob man nicht später doch eine braucht. Möchte man später noch einmal eine Risikolebensversicherung abschließen, wird die Beitragshöhe aufgrund des gestiegenen Alters oder verschlechterter Gesundheit höher ausfallen.