Die Lebensversicherung hat eine lange Geschichte, welche im alten Rom beginnt. Hier wurden die ersten Versicherungen auf das „Leben“ abgeschlossen. Zu dieser Zeit handelte es sich um Vereine, welche die Bestattungskosten ihrer Mitglieder Übernahme. Weiter entwickelt hat sich die Lebensversicherung im 17. Jahrhundert in Frankreich. Hier waren besonders Kaufleute und Besitzer von Schiffen betroffen. Weiterführend gab es die erste, dem heutigen Konzept entsprechende, Versicherungsbörse in London. Da es in Engeland häufig Wetten auf das Leben von Menschen gab, musste bald nachgewiesen werden, dass der versicherte einen wirtschaftlichen Nutzen bringt.

Die Lebensversicherung wird populär

Immer mehr Menschen schließen eine Lebensversicherung ab. Dies hat den Hintergrund, dass diese immer bessere Konditionen anbieten. In der Regel wird die Lebensversicherung als Summenversicherung abgeschlossen. Hierbei wird beim Aufsetzen des Vertrages eine Summe vereinbart, die im Schadensfalle ausgezahlt wird. Hierbei wird nicht beachtet, wie hoch der tatsächliche Schaden ist. Die Versicherungssumme wird in der Regel in Form einer Geldleistung erbracht. Die Lebensversicherung beinhaltet nicht nur einen Auslöser.

Vertraglich kann vereinbart werden, dass der Auslöser der Leistungen sich auf den Tod zu einer bestimmten Zeit bezieht. Des weiteren ist es möglich das Erleben eines bestimmten Zeitpunktes als Auslöser für die Auszahlung der Versicherungssumme zu bestimmten. Auch ein unerwarteter Eintritt in eine schwere Krankheit kann dafür sorgen, dass die Summe der Lebensversicherung ausgezahlt wird. Sowie die Berufs- oder Erwerbsfähigkeit gelten als offizielle Gründe für die Auszahlung der entsprechenden Leistungen. Des weiteren gehört die private Rentenversicherung auch zu der Kategorie Lebensversicherung. Die Leistungen in Geldform, welche von der Versicherungsgesellschaft an den versichernden gezahlt werden, werden monatlich ausgezahlt. Monatlich werden auch die Beiträge gezahlt, welcher der versicherte zu leisten hat.

Das Versicherungsrecht

Da es sich bei Lebensversicherungen um Verträge handelt, welche über Jahrzehnte bestand haben, gibt es hier sehr genau Richtlinien. Der versicherte muss in der Regel seinen Beitrag erbringen. Hier ist es egal, welche wirtschaftlichen Verhältnisse dieser als temporären Hintergrund hat. Die Beiträge, welche hier geleistet werden, sind daher äußerst vorsichtig zu bestimmen. Die Auszahlungen, welche wiederum von dem Versicherungsunternehmen angeboten werden, berechnet sich nach einer Jahrhunderte alten Methode.

Die sogenannte Versicherungsmathematik. Dies ist eine Unterart der Mathematik, welche sich speziell auf das berechnen von Risiken einer Versicherung begrenzt. Diese Art der Statistik ist eine angewandte Form der Mathematik mit dem Hintergrund der Wahrscheinlichkeitstheorie. Ein Beispiel für die Berechnung ist das Geschlecht der Versicherten. Da Frauen statistisch länger als Männer leben, sind deren Beiträge für eine Lebensversicherung meist niedriger. Die Renten-Lebensversicherungsbeiträge sind jedoch höher. Daher sollte hier stets darauf geachtet werden, welche Informationen en den Versicherer gegeben werden.

Die kapitalbildende Versicherung

Es gibt auch eine Unterart der Lebensversicherung, welche sich die kapitalbildende Versicherung nennt. Diese zeichnet dadurch ab, dass diese nicht nur sichere oder fast sicheren Leistungen vorsieht, sondern auch sehr unsichere Leistungen. Geht es um die sicheren oder fast sicheren Leistungen, gilt es diese für jeden einzelnen Vertrag anzusparen. Dies bedeutet, dass der Versicherer, für die fast- und sicheren Leistungen das benötige Kapital bilden muss, bis die Fälligkeit ansteht. Bei unsicheren Leistungen können die Leistungen nach dem üblichen Versicherungsprinzip finanziert werden.

Kommt es hier zu einer Auszahlung, werden die Beträge aus dem Kapital der anderen, nicht leistungsfordernden Personen entnommen. Die Kapitalbindenden Versicherungen können also als solche bezeichnet werden, welche durch hohe Wahrscheinlichkeit eines Leistungsfalles, das Sparen seitens des Versicherers verlangen. Ein typisches Beispiel für eine kapitalbindende Versicherung ist die gemischte Lebensversicherung. Also eine Lebensversicherung, welche sich auf den Todes- und den Erlebensfall bezieht.

Hier werden die Leistungen, also die Versicherungssumme dann ausgezahlt, wenn die üblichen Voraussetzungen eintreffen. Also der Tod bzw. das Erleben des Vertragsendes. Die Problematik hierbei ist, dass der Versicherer, die einzelnen Summen für jeden einzelnen Vertrag ansparen muss. Doch stirbt der Versicherte früher, ist die Auszahlungssumme in der Regel sehr viel höher als die bereits angesparte Summe.