Die Krankenzusatzversicherung ist in der Regel eine zusätzliche Absicherung, zu bereits vorhandenen Versicherungen. Hier werden jedoch spezielle Gebiete der Versicherung bzw. der zu erbringenden Leistungen im Falle einer Auslösung der Versicherung angeboten. In sehr vielen Fällen bieten die Versicherer unterschiedliche Leistungen an, aus denen sich der Versicherte ein eine bestimmte Leistung heraussuchen kann oder sich bestimmte Pakete schnüren lassen kann. Die Krankenzusatzversicherung ist eine private Versicherung.

Wer kann sich mit einer Krankenzusatzversicherung versichern lassen?

In der Regel kann jeder sich mit einer Krankenzusatzversicherung ausstatten, wer dies allerdings auf der Basis einer privaten Versicherung tun möchte, muss bestimmte Regeln beachten. Grundlegend ist von Gesetzgeber eine finanzielle Mindestgrenze des Einkommens festgelegt worden. Diese liegt seit 2012 bei ca. 50.000 Euro im Jahr. Kommt es hier zu einer Analyse für spätere Kosten, wird auch das Weihnachts- und Urlaubsgeld mit in die Rechnung einbezogen. Des weitern wird bei der Bewerbung auf eine private Krankenversicherung darauf geachtet, welches Geschlecht die Person hat. Dies hat den Hintergrund, das Frauen statistisch gesehen länger leben als Männer.

Aus diesem Grund steigt für den Versicherer das Risiko, einen Mann zu versichern. Des weitern wird der Gesundheitszustand des Bewerbers aufgenommen. Sind die Risiken höher, das der Bewerber in absehbarer Zeit unter einer bestimmten Krankheit leiden wird, welche die Versicherungsleistung auslösen wird, veranschlagt die Versicherung in der Regel einen Risikozuschlag. An dieser Stelle gilt, dass der Basistarif von einem Risikozuschlag ausgenommen ist. Dies hat den Grund, dass alle privaten Versicherungsunternehmen dazu verpflichtet sind, einen Tarif zu gestalten, welcher den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse entspricht und sich finanziell maximal am Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert.

Auch das Einkommen und der Beruf sind ein Teil der Bewerbungsinformationen. Wer einen sicheren Beruf mit dem entsprechenden Einkommen sein Eigenen nennt, hat bessere Chancen auf die Aufnahme zur Privatversicherung. Auch die Leistungen, welche im entsprechenden Fall gezahlt werden, sind unterschiedlich gestaffelt.

Sonderkategorien

Stundeten sind eine besondere Kategorie im Register der potenziellen Bewerber für eine private Krankenversicherung. Diese folgen gesetzlich einer Sonderregelung. Diese besagt, dass der Student verpflichtet ist, sich gesetzlich Krankenversichern zu lassen. Doch kommt es dazu, dass der Student zu beginn seines Studiums einen Antrag auf Entlassung aus der gesetzlichen Versicherungspflicht stellt, kann dieser sich auch privat versichern lassen. Hier kommen die privaten Versicherer dem Student entgegen. In der Regel bieten die Versicherer bestimmte Sondertarife für Studenten, bis zu einem Alter von 30 Jahren, an.

Auch der freiberufliche Künstler steht als Sonderfall auf der Liste der Versicherungen. Da diese Berufsgruppe in der Regel ein unregelmäßiges Einkommen vorweißt, gibt es für Künstler die Möglichkeit, sich über die Künstlersozialkasse, die KSK, bestimmte Zuschüsse für die gesetzliche Krankenversicherung zahlen zu lassen. Hat ein Künstler den Wunsch zu einer privaten Krankenversicherung zu wechseln, ist möglich, solange dieser die oberen genannten Mindestvoraussetzungen erfüllt. Der Zuschuss der Künstlersozialkasse kann auch für Beitragsentlastungen der privaten Krankenversicherung in Anspruch genommen werden.

Angebote für die Krankenzusatzversicherung

Die durchschnittliche Krankenzusatzversicherung bietet dem Kunden mehre Angebote an. Eine davon ist eine ambulante Zusatzversicherung. Diese sorgt dafür, dass die Leistungen, welche in den letzen Jahren durch die Reform zurückgefahren wurde, durch die private Zusatzversicherung ausgeglichen werden. Da teilweise komplette Leistungen aus dem Leistungskatalog der standardisierten Krankenversicherung gestrichen wurden, ist dies eine praktische Unterstützung für den Ernstfall. Unter anderm wurde gibt es innerhalb der ambulanten Zusatzversicherung folgende Leistungen.

Sehhilfen, Praxisgebühr, Arzneimittel, Heilmittel, Hilfsmittel und Fahrkosten. Diese Angebote können sich selbstverständlich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden, doch entsprechen dem deutschlandweiten Standard. Auch die stationäre Behandlung ist in der Krankenzusatzversicherung enthalten. Grundlegend sicher die gesetzliche Krankenversicherung den stationären Aufenthalt im Krankenhaus gut ab. Jedoch gibt es einige Punkte, welche in speziellen Fällen zu einem großen Nachteil werden. Unter anderm ist der Patient verpflichtet, das geografisch nächste Krankenhaus zu akzeptieren. Dies kann unter Umständen schwere negative Auswirkungen haben und mit der Krankenzusatzversicherung vermieden werden.