Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein sehr bekannter Zweig der Invaliditätsversicherung. Auch weit verbreiter ist die Unfallversicherung. Diese Art der Versicherung kann als Zusatzversicherung zu einer normalen Lebens- oder Rentenversicherung genutzt werden. Doch auch als selbstständige Versicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung akzeptiert. Eigentlich ist die Berufsunfähigkeitsversicherung die privatwirtschaftliche Versicherung. Die gesetzliche Rentenversicherung ist allerdings auch mit dem Begriff Berufsunfähigkeit verknüpft.

Allerdings gilt dies nur noch für eine alte Generation. Für den Großteil der deutschen gilt heutzutage der begrenzte Schutz, welcher im Rahmen der Erwerbsunfähigkeit in Kraft tritt. In der Regel kann jeder Mensch, welche einer Arbeit nachgeht durch die Berufsunfähigkeitsversicherung versichert werden. Dies gilt auch für Tätigkeiten, welche kein Einkommen hereinbringen, also unentgeltlich vonstattengehen, jedoch einen hohen Nutzen haben. Ein Beispiel ist hier die Hausfrau. Diese kann sich ebenfalls durch diese Versicherung absichern lassen.

Warum gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Grundlegend gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung aus dem Grund, dass im Falle eines Ausfalles, die Person keinen all zu großen Schaden erleiden muss. Dieser Schaden begrenzt sich nicht nur auf die Finanzielle, sondern ist auch auf der sozialen Ebene vorhanden. Durch die Versicherung wird nun ein Teil der benötigten Mittel abgedeckt, welche die betroffene ohne die Berufliche Unfähigkeit zur Verfügung hätte. Die Absicherung dient dazu, die betroffene Person und die Familie zu Unterstützten.

Allerdings fällt die Berufsunfähigkeitsversicherung oft so gering aus, dass diese den Betroffenen Personen nicht soweit hilft, dass von einem finanziellen Ausgleich die Rede sein könnte. Dies hat den Hintergrund, dass es sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung um eine Summenversicherung handelt und nicht um eine sogenannte Schadensversicherung. Bei einer Summenversicherung wird ein fixer, abgesprochener, Betrag als Leistung gezahlt, welcher allerdings nicht immer in der Lage ist, den eigentlichen, reellen Schaden auszugleichen.

Die Bestimmung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist individuell abgestimmt. Als Basis wird das Einkommen verrechnet, welches von der versicherten Person zuletzt, durch ihren Beruf, eingenommen hat bzw. auf die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit. Bei einer tatsächlichen Auslösung der Berufsunfähigkeitsversicherung, aus gesundheitlichen Gründen, werden immerhin 50 % der Leistungen ausgezahlt. Innerhalb der Bestimmungen der Berufsunfähigkeit gibt es unterschiedliche Kategorien.

Zum einen gibt es die vollständige Berufsunfähigkeit. Diese ist dann vorhanden, wen der Betroffene durch eine Krankheit, Körperverletzung, einen Kräfteverfall bzw. durch einen ärztlichen nachweiß nicht in der Lage ist den eigenen Beruf für die nächsten drei Jahre auszuüben. Hierbei zählt der Beruf, welcher vor der Krankheit ausgeübt wurde. Des weitern gibt es die Möglichkeit, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung in Kraft tritt, wenn der Betroffene keine Arbeit ausführen kann, welche er durch eine Ausbildung und Erfahrung erlernt hat. Dazu kommt, das die bisherige Lebensstellung, also ein Verweisungsberuf.

Klauseln der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Klausel dient dazu, einen eventuellen Anspruch auf die Leistung der Versicherung einzuschränken, zu erweitern oder zu erleichtern. Die Klausel von einer voraussichtlichen, drei-jährigen Berufsunfähigkeit, wurde vor einigen Jahren noch als „voraussichtlich dauerhafter Zeitraum definiert. Die moderne Rechtssprechung kam zu dem Schluss, dass dies einem Zeitraum von drei Jahren entspricht. Eine einschränkende Klausel dient dazu, bereits vorhandene Risiken aus dem Versicherungsschutz herauszunehmen. Dies bedeutet, dass Krankheiten, welche zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses bereits diagnostiziert sind und zu einem späteren Zeitpunkt für die Berufsunfähigkeit sorgen, kein Auslöser für die Berufsunfähigkeitsversicherung werden können.

Eine weitere Klause ist die Dienstunfähigkeitsklausel. Diese ist speziell für Beamten entworfen worden. Hierbei gilt, wenn ein Beamte in den Ruhestand geschickt wird, oder ein Beamte auf Probe gekündigt wird, dass der Versicherer der Dienstunfähigkeit keinerlei Prüfungen anstellt. Hier wird die Entscheidung des entsprechenden Vorgesetzten bzw. Dienstherren akzeptiert und die zuvor vereinbarte Versicherungsleistung bzw. Rente ausgezahlt. Auch auf eventuelle Einschränkungen wird an dieser Stelle verzichtet. Für Piloten gibt es hier eine weitere spezielle Klausel. Diese besagt, dass bei einem Verlust der Fluglizenz, durch ein natürliches Erlöschen oder einem Entzug der Versicherer sofort die Leistungen zahlt.