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Risikolebensversicherung und die Steuer – Steuertricks

Die Risikolebensversicherung schützt finanziell abhängige Familienangehörige wie Partner (die aufgrund von langen Zeiten der Kindererziehung wenig eigenes Geld verdienen konnten) oder die Kinder selbst vor erheblichen finanziellen Schwierigkeiten beim Ableben des Hauptverdieners. Im Gegensatz zur gängigen Lebensversicherung kommt es bei der Sonderform Risikolebensversicherung nur dann zur Auszahlung der Versicherungssumme, wenn tatsächlich der Todesfall eintritt.

Doch wie sieht es mit den Steuern aus, die bei der Auszahlung dieser Versicherungssumme anfallen? Eine entsprechende Gestaltung des Versicherungs-Vertrags kann das Anfallen von Steuern verhindern. Da ist es besonders empfehlenswert, sich bereits vor Vertragsunterzeichnung ausführlich über die verschiedenen Varianten und Möglichkeiten der einzelnen Anbieter zu informieren, um sich das individuell passendste Angebot auswählen zu können.

Bei der Lebensversicherung sollte man bei der Auszahlung bis zum 62. Lebensjahr warten, um von den steuerlichen Vorteilen Gebrauch machen zu können. Schließlich fallen auch bei der Lebensversicherung Steuern an: zwar keine Einkommensteuer, aber Erbschaftssteuer (die Freibeträge liegen derzeit bei Ehepaaren bei 500.000 Euro, bei Kindern bei 400.000 Euro, bei nicht verheirateten Paaren jedoch nur 20.000 Euro). Darüber hinausgehende Auszahlungssummen müssen versteuert werden.

Will man die Steuern umgehen, empfehlen Experten folgenden legalen Steuertrick: derjenige, der die Versicherungssumme im Todesfall erhalten soll, schließt die Police selbst ab und versichert somit seinen hinterbliebenen Partner. So zahlt er gewissermaßen seine eigene finanzielle Absicherung, sollte der Partner sterben. Darauf wird keine Erbschaftsteuer fällig. Erhalten Versicherungsnehmer aufgrund eines Vertrages ihre Versicherungsleistung, bei dem sie die Prämien selbst bezahlt haben, handelt es sich bei der Auszahlung nicht um ein Erbe, sondern um eine vertragliche Leistung – und diese ist steuerfrei.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Ein Paar möchte sich optimal absichern und möchte auf beide Partner eine Risikolebensversicherung abschließen. Der erste Vertrag versichert das Leben des Mannes, somit stellt er die versicherte Person dar. In diesem Vertrag ist die Versicherungsnehmerin und Bezugsberechtigte im Todesfall des Mannes die Ehefrau. Beim zweiten Vertrag, der das Leben der Frau versichert, verhält es sich genau entgegen gesetzt: der Mann ist Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter. Gerade bei größeren Vermögen, die die Freibeträge deutlich überschreiten, ist diese Variante empfehlenswert, um hohe Steuerabgaben zu vermeiden.

Prinzipiell sind auch die Beiträge der Risikolebensversicherung laut Gesetz auf der Steuererklärung steuerlich absetzbar, sie gelten als „andere Versicherungen“. Allerdings zählen diese zum Bereich des Gesundheitsschutz und müssen zu den Krankenversicherungsbeiträgen hinzugezählt werden. Diese widerum dürfen nur maximal 1.900 Euro für Alleinstehende bzw. 2.800 Euro für Verheiratete betragen. Bei höheren Beiträgen für die Krankenversicherung können die Beiträge für die Risikolebensversicherung steuerlich nicht mehr berücksichtigt werden.

Ein wenig tröstet es da zu wissen, dass auf die Auszahlung der Versicherungssumme im Todesfall bei Risikolebensversicherungen keine weiteren Steuern anfallen, da es sich um Kapitalzahlungen im Versicherungsfall, nicht um Erbschaftszahlugen, handelt. Auch Überschussanteile als Risiko- und Kostenüberschüsse brauchen nicht versteuert werden.

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